Kombüttler Dörpsgeschichte (KDG) e.V.   
© Kombüttler Dörpsgeschichte (KDG) e.V. 2015
Koldenbüttel – Tor nach Eiderstedt Über 200 Gäste nahmen an der Festveranstaltung „Koldenbüttel – Das Tor nach Eiderstedt“ anlässlich des 20-jährigen Jubiläums des Vereins „Kombüttler Dörpsgeschichte“ (KDG) am 29. und 30. April 2016 teil. Die Veranstaltung wurde vom Verein KDG gemeinsam mit der Gemeinde St. Leonhard, der politischen Gemeinde Koldenbüttel und der Lokalen Agenda 21 ausgerichtet. Ziel war es, Menschen in und um Koldenbüttel die landschaftshistorischen Besonderheiten des „Tors nach Eiderstedt“ näher zu bringen. Höhepunkt der Veranstaltung war eine historische Dorf-Rallye. Für die musikalische Untermalung an allen Festtagen sorgte das „Abad“ Streichquartett aus Columbien: Santiago Bernal Montana – Violoncello Ánderson Gutierrez - Bratsche Jaun Pablo Parra - Geige Daniel Cifuentes - Geige Eröffnet wurde die Festveranstaltung „Koldenbüttel – Das Tor nach Eiderstedt“ am Freitagabend von Pastor C. Sassenhagen in der bis zu letzten Reihe gefüllten St. Leonhard Kirche: „Wenn wir die Gegenwart verstehen wollen, müssen wir uns auch mit der Vergangenheit auseinander setzen und unser Handeln historisch begreifen“, führte er aus. Was das genau bedeutet, verdeutlichte der Vortrag von Prof. Dr. E. Breitbart, 1. Vorsitzender des KDG. Auf dem Gebiet des heutigen Koldenbüttels, was in etwa mit „erkalteter“ oder „erloschener Siedlung“ übersetzt werden kann, hielten sich vermutlich bereits während der Bronzezeit, vor drei- bis viertausend, Jahren Menschen auf. Später, etwa mit Beginn der Zeitrechnung bis Ende des 5. Jahrhunderts gab es bereits Flachsiedlungen. Sturmfluten vertrieben die Siedler und gestalteten die Landschaft um bis es um das 8. Jahrhundert herum neue Besiedlungsversuche gab. „Durch die besondere geografische Lage zwischen Festland und Eiderstedt kommt Koldenbüttel eine besondere Rolle in der Geschichte zu“, so Breitbart. Jahrhundertelang lang kämpften die Dorfbewohner sowohl mit den Gewalten der Natur als auch militärischen Konflikten. Auch Ehrenbürgermeister W. Clausen und der amtierende Bürgermeister D. Honnens erinnerten in Ihren Festreden an das Koldenbüttel von „domaals und hüüt“. Neue Ideen und Entwicklungen seien notwendig sowohl in der Vergangenheit als auch in der Gegenwart wichtig. „Stillstand ist das Schlimmste“, betonte Clausen. Bürgermeister Honnens unterstrich die Stärken des heutigen Koldenbüttels „Wir erleben hier viel Zusammenhalt.  Die 17 Vereine vor Ort, in denen sich die Bewohner engagieren, zeigen das.“ Daneben gebe es heute attraktive Landschaftskulturräume und neue Ansiedlungsmöglichkeiten für neue junge Familien. Da liegt es nahe, zukünftig auch den landschaftshistorischen Charakter des „Tors nach Eiderstedt“ sichtbarer zu machen – sowohl für das Bewusstsein der Koldenbüttler als auch Gäste von außerhalb. Augenscheinlich dafür ist die gut instand gehaltene St.-Leonhard Kirche, die zum ersten Mal um 1200 urkundlich erwähnt wurde sowie auch das „Dat Lütte Dörpsmuseum“, welches alte landwirtschaftliche Gerätschaften, Dinge des alltäglichen Bedarfs und sogar altertümliche Schlittschuhe beherbergt. Aber auch alte Warften – heute meist unauffällige flache Grashügel -, Straßennahmen oder das Geesthardenhaus spiegeln die Dorfgeschichte wieder. HiRaKo Genau diese galt es am Samstag bei der „Historischen Rallye Koldenbüttel“ (HiRaKo) näher zu erkunden. Nicht nur die hohe Teilnehmerzahl, auch die Rückmeldungen zeigten das hohe Interesse an der Gemeindegeschichte. „So lernt man Koldenbüttel noch einmal ganz neu kennen“ war ein Satz, der an diesem Tag öfter fiel.     Folgende 21 Teams haben sich zur HiRaKo registriert: Christian-Rathje-Clan: W. Engelhardt, A. Engelhardt, K. Großmann, N. Engelhardt, R. Großmann, N. Großmann, L. Honnens, L. Honnens Teletubbies: K. Kühl, L. Schnell, M. Müller, I. Hans Theatergruppe Koldenbüttel: B. Holst, U. Schulze, F. Kiel, L. Schmidt, M. Kiel Kombüttler Löper & Klogschieter: T. Ecke, D. Davids, O. Tiessen, L. Wulff Die Fährtenleser: O. Zimmermann, R. Piening, H. Piening, B. Piening Die flotten Bienen & Brummer: G. Bartels, E. Schuwe, I. Sattler, M. Schäfer, G. Schmidt-Tychsen, O. Kröger Der Club der bekloppten Dichter: A. Leonhardt, B. Eigs, T. Sprick, P. Moor, J. Moor Power-Ranger: H. Nakielski, R. Mogens, N. Rothhardt, C. Renfranz Clausen-Clan: E. Clausen, J. Clausen, P. Clausen, U. Clausen Freiwillige vor: A. Lönne, B. Harms, L. Nissen, J. Stier, J. Eggenstein, L. Ehmke, T. Jürgensen, K. Clausen JaHeLaTa: J. Misdorf, H. Misdorf, L. Misdorf, T. Misdorf Die Jäger: I. Honnens, M. Gülck, A. Petersen, M. Stier De Eiderkieker: A. Hubartsch, D. Junge, A. Jeß, W. Hinz Die Hinterherlöppers: C. Schlotfeldt, M. Ecke, M. Davids, N. Schlotfeldt Die Empathischen: H. Beyer, L. Pauly, M. Kettenbach, S. Kettenbach, C. Thomsen Der Boßelverein Koldenbüttel: M. Holst, T. Krüger, J. Schmidt, B. Wittmaack Die Geschwister Lorenzen: N. Clausen, A. Clausen, S. Lohff, I. Lohff De Warftkiekers: R. Rix, M. Rix, M. Paulsen, E. Honnens Die Boßelschmerdamen: H. Holst, E. Schmidt, M. Krüger, S. Schmidt Die schimmligen Reiter: F. Gill, P. Wessels, E. Wessels, S. Wessels Die Silberrücken: J. Hjorth, F. Clausen, S. Bahr, K. Martens Bevor es zur Preisverleihung der HiRaKo kam, sorgten der Musiker Jochen Wiegand mit plattdeutschem Liedgut und unterhaltsamen Hintergrundinformationen sowie der Sylter Kabarettist Manfred Degen für Unterhaltung. Am Ende konnten gleich sechs der insgesamt 21 Teams die volle Punktzahl erreichen, sodass ausgelost werden musste, bevor die Gewinner, unter viel Applaus, ihre Geld- und Sachpreise entgegen nehmen konnten. 1. Platz: die Kombüttler Löper und Kloogschnacker 2. Platz: die Geschwister Lorenzen 3. Platz: der Christian-Rathje-Clan 4. Platz: die Jäger 5. Platz: die flotten Bienen & Brummer
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